BKDR Verlag und Literaturkreis der Deutschen aus Russland auf der Leipziger Buchmesse 2024

Die Leipziger Buchmesse (LBM 2024) ging am vergangenen Sonntag, dem 24. 03.2024, erfolgreich zu Ende. Auch dieses Mal reisten zur Messe mehr als 2.000 Aussteller und Verlage sowie mehr als 3.000 Mitwirkende aus aller Welt an. Rund 283.000 Besucher feierten nicht nur die Literatur im Allgemeinen, sondern gleichermaßen ihre Autoren und deren Bücher auf der LBM 2024. Die Lesereihe „Leipzig liest“, deren Veranstaltungen traditionell während der gesamten Messedauer an den verschiedensten Orten der Stadt angeboten werden, waren ebenfalls von großer Beliebtheit und gut besucht.

Unsere Autorinnen und Autoren währen einer Buchpräsentation auf der LBM 2024.

Der BKDR Verlag nahm zusammen mit dem Literaturkreis der Deutschen aus Russland mit einem gemeinsamen Stand an der LBM 2024 teil. Wir sind froh darüber, dass das Publikum ein großes Interesse an den Büchern der deutschen Autorinnen und Autoren aus den Nachfolgestaaten der ehemaligen UdSSR zeigte. Viele interessierte Leser suchten den Stand des BKDR Verlags auf, um mehr über die Geschichte und Kultur der Russlanddeutschen zu erfahren.

Es gab darüber hinaus sehr interessante Gespräche mit diversen Medienvertretern und anderen Verlegern. Wir mussten dabei leider oftmals feststellen, dass die Mehrheitsgesellschaft in Deutschland noch sehr wenig darüber weiß, wer die Russlanddeutschen sind, warum sie in Deutschland leben und durch welche Besonderheiten sich ihre Geschichte und Kultur auszeichnen.

Viele Menschen setzten die Deutschen aus dem Raum der ehemaligen Sowjetrepubliken automatisch mit Russen gleich, woraus sich entsprechende Vorurteile manifestierten. Es besteht also weiterhin ein großer Aufklärungsbedarf in diesem Zusammenhang. Breitflächig und authentisch können ihre eigene Geschichte nur die Russlanddeutschen selbst vermitteln.

Aus diesem Grund fanden im Rahmen der Buchmesse zwei Lesungen mit Melitta L. Roth, Artur Rosenstern, Alexander Makeew sowie Irene Langemann auf den Lesebühnen „Forum Literatur“ und „Café Europa“ in der Halle 4 statt, bei denen aktuelle Neuerscheinungen von russlanddeutschen Autorinnen und Autoren vorgestellt wurden, wie beispielsweise das neue Buch aus dem BKDR Verlag „Pastor Wagners letzte Briefe…“ von Alexander Makeew, der Roman „Das Gedächtnis der Töchter“ von Irene Langemann sowie der aktuelle gerade erschienene deutschsprachige Almanach des Literaturkreises mit dem Titel „Stimmen aus dem Niemandsland“ (Almanach 2023/24).

Unabhängig von diesen zwei Lesungen präsentierten im Rahmen einer Lesung in Leipzig am 24. März die Macher des Podcasts „Steppenkinder“, Edwin Warkentin und Ira Peter, das Buch „Friedas Enkel“ von Inna Hartwich, einer russlanddeutschen Auslandskorrespondentin, die zurzeit von Moskau aus für diverse überregionale deutsche Medienanstalten berichtet. Die Autorin war ebenfalls persönlich anwesend und beantwortete Fragen während des Interviews (diese Lesung wurde vom Deutschen Kulturforum östliches Europa in Kooperation mit dem Kulturreferat für Russlanddeutsche, Detmold, organisiert).

Wir danken allen mitwirkenden Autorinnen und Autoren sowie den Unterstützern für ihr Engagement im Rahmen der Präsentation und Vermittlung der Kultur und Geschichte der Deutschen aus Russland. Wir danken ebenfalls dem Bayerischen Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) für die erfolgreiche und produktive Kooperation und Förderung.